Im folgenden werden 2 Methoden vorgestellt um Wasserkocher zu entkalken.

Ein Faktor, der die Lautstärke eines Wasserkochers entscheidend beeinflusst ist der Verkalkungsgrad. Um den Wasserkocher wieder leiser zu bekommen ist Entkalken das Mittel der Wahl. Aber auch unabhängig davon ist regelmäßiges Entkalken sehr wichtig. Die Häufigkeit hängt hierbei von der Wasserhärte ab.

Entkalkt man nicht regelmäßig wird der Wasserkocher nicht nur lauter, Kalkablagerungen erhöhen auch den Stromverbrauch, insbesondere bei verkalkten Heizflächen. Außerdem binden sie Schmutz und Bakterien, bringen das Metall langfristig zum korrodieren und führen zu im gekochten Wasser schwimmendem Kalk.

Wasserkocher lassen sich wunderbar mit natürlichen Mitteln wie Zitronensäure und Essigessenz entkalken. Diese sind nicht nur überall erhältlich, umweltfreundlich und extrem ergiebig, sondern auch unschlagbar günstig .

Teure, spezielle Entkalkungsmittel müssen bei einem Wasserkocher wirklich nicht sein.

Uns so werden Wasserkocher richtig entkalkt:

1. Methode – Zitronensäure

Dafür benötigt man:

1 Tasse Zitronensaftkonzentrat
3 Tassen Wasser
oder
30 g Zitronensäurepulver
1 Liter Wasser

Zitronensäure gibt es entweder flüssig oder in Pulverform. Wichtig ist bei der Enkalkung mit Zitronensäure, dass diese nur kalt angewendet werden darf! (Maximal Temperaturen bis 40° C) Erhitzt man Zitronensäure, zum Beispiel indem man die Zitronensäurelösung aufkochen lässt, bildet sich Calciumcitrat, ein Feststoff, der noch hartnäckiger und schwerer löslich ist als Kalk! Folglich Zitronensäure nur zur Kaltentkalkung verwenden!

Zitronensaft (Zitronensaftkonzentrat) wird im Verhältnis 1:3 mit Wasser gemischt, also 1 Tasse Zitronensaft und 3 Tassen Wasser. Bei Zitronensäurepulver mischt man etwa 30 g mit einem Liter Wasser. Man sollte soviel von der Lösung herstellen, dass alle verkalkten Stellen bedeckt sind.

Nachdem der Wasserkocher mit der Zitronensäurelösung gefüllt ist, sollte man sie mindestens 20-30 Minuten einwirken lassen. Danach mehrmals gründlich mit klarem Wasser ausspülen. Falls bei stark verkalkten Geräten nicht der gewünschten Erfolg erzielt wurde, das ganze einfach noch einmal wiederholen.

Übrigens sollten Kaffeemaschinen auf keinen Fall mit Zitronensäure entkalkt werden, da hierfür das Wasser erwärmt und durch die Wasserleitungen gedrückt werden müsste, und dabei das oben genannte Calciumcitrat entsteht, das die Leitungen verstopft. Die Ausnahme bilden Kaffeemaschinen bei denen explizit in der Herstelleranweisung steht, dass Zitronensäure verwendet werden darf und soll. Diese Maschinen verfügen oftmals über ein spezielles Reinigungsprogramm.

 

2. Methode – Essigessenz

Man benötigt:

1 Tasse Essigessenz
2 Tassen Wasser

Als erstes verdünnt man die Essigessenz mit Wasser, bei 25%-iger Essigessenz im Verhältnis 1:2, zum Beispiel 1 Tasse Essigessenz und 2 Tassen Wasser. Dabei sollte man so viel Essigmischung herstellen, wie es die Maximalfüllmenge des Wasserkochers erlaubt, denn alle verkalkten Stellen des Wasserkochers sollten von der Flüssigkeit bedeckt werden.

Danach sollte man die Essigessenz einwirken lassen. Es ist nicht notwendig, die Essig-Wasser-Mischung aufzukochen, allerdings ist die Einwirkzeit kürzer, wenn das Wasser erwärmt wird.

Bei warmem Wasser ist die Einwirkzeit 20 Minuten.

Bei kaltem Wasser sollte man das Gemisch über mehrere Stunden einwirken lassen, am besten über Nacht.

Nach Einwirkzeit den Wasserkocher mehrfach mit klarem gründlich Wasser ausspülen, eventuell noch 1-2 mal Wasser aufkochen und weggießen, je nach Geruchs-und Geschmacksintensität des Wassers .

Essig und Essigessez sollten nicht bei Geräten aus Aluminium und auf keinen Fall bei Geräten mit Kupfer, Messing, Chrom oder anderen kupferhaltigen Legierungen verwendet werden, da bei letzterem giftiges Kupferacetat (auch Grünspan genannt) entsteht.

Da Wasserkocher aus Metall zumeist aus Edelstahl bestehen, sollte hier kein Problem auftreten. Bei Geräten mit Gummidichtungen sollte man Essig auch vermeiden, da Essig die Gummidichtungen angreift.