Die Lautstärke ist in der Regel ein wenig beachtetes Entscheidungskriterium bei der Auswahl eines elektrischen Rasierers. Denn in der Tat – die Performance eines Rasierers ist das wichtigste. Dafür sind vor allem der Rasierkopf mit Klingen und Scherfolien sowie der Motor ausschlaggebend.

Da fällt es meistens erst spät auf, dass der Rasierer doch störend laut ist und ein leiser Rasierer ein deutlicher Vorteil wäre.

Im Allgemeinen zählen Rasierer nicht zur lautesten Körperpflegeelektronik. Haartrockner und Epilierer sind da deutlich lauter. Doch auch bei den Rasierern erreichen viele Modelle einen beträchtlichen und nervigen Geräuschpegel. Besonders schonend fürs Gehör ist das nicht.

Es gibt also viele gute Gründe auf die Lautstärke eines Rasierers zu achten und sich ein leises Exemplar zuzulegen.

Auch weil man mit dem Rasierapparat in direkter Nähe der Ohren hantiert, ist es nicht unwichtig die Lautstärke als Kaufkriterium heranzuziehen.

Was außerdem häufig Grund für die Suche nach einem Modell ohne große Geräuschkulisse ist: die morgendliche Rasur könnte mit einem leisen Rasierer geräuscharm erledigt werden, ohne das ganze Haus aufzuwecken.

Leise Rasierer vereinen somit mehrere Vorteile in sich: sie sind schonender für die Ohren, in deren direkter Nähe man hantiert. Zudem gehen nicht im ganzen Haus die Lichter an, wenn man sie früh morgens verwendet.

Im folgenden eine Auswahl leiser Rasierer:

 

 

Vergleichstabelle:
5 der leisesten Rasierer

Modell Lautstärke Anzahl der Scherelemente Wet & Dry Gewicht Akku- oder Netzbetrieb Akkulaufzeit/ Akkuladedauer
Philips S3510/06

Leiser Rotationsrasierer
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leise 3 268 g Lithium-Ionen-Akku und Kabelbetrieb 50 min/ 1 h
Braun 9290cc leise 4 ~217 g Akkubetrieb – Lithium-Ionen-Akku 50 min/ 1 h
Panasonic
ES-RF31

Leiser Elektrorasierer
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Rasierer:
59 dB (A)

Trimmer:
64 dB (A)

4 ~200 g Akkubetrieb – Lithium-Ionen-Akku 45 min/ 1 h
Panasonic
ES-SL41-S503

Leiser elektrischer Rasierer
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Rasierer:
60 dB (A)

Trimmer:
60 dB (A)

3 ~150 g Akkubetrieb – NiMH-Akku 21 min/ 8 h
Panasonic
ES-LT2N

Geräuscharmer Rasierer
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Rasierer:
60 dB (A)
 
Trimmer:
63 dB (A)
3 ~165 g Akkubetrieb – Lithium-Ionen-Akku 45 min/ 1 h
Nur relativ leiser, aber sehr gründlicher Rasierer
Panasonic
ES-LV65

Relativ leiser, grünldlicher Rasierer
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Rasierer:
63 dB (A)
 
Trimmer:
64 dB (A)
5 ~192 g Akkubetrieb – Lithium-Ionen-Akku 45 min/ 1 h

 

 


Leiser Rasierer – günstiges Einsteigermodell


Philips S3510/06

 

Leiser Rasierer von Philips
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Der Philips S3510/06 ist ein leiser Rasierer der Philips Series 3000.

Es handelt sich um einen Rotationsrasierer mit den dafür typischen 3 Scherköpfen.
Haare wachsen in verschiedene Richtungen und werden deshalb von linear ausgerichteten Rasierklingen nicht oder erst nach mehrmaligen Versuchen aus verschiedenen Richtungen erfasst. Hier setzen Rotationsrasierer an, deren Scherköpfe sich in 4 Richtungen bewegen, um so möglichst alle Barthaare zu erwischen.

Abgerundete, im Gegensatz zu spitzen und damit scharfen Kanten an den Scherköpfen, sorgen dafür, dass man sich nicht schneidet und die Haut geschont wird.

Der Rasierer lässt sich unter fließendem Wasser abspülen, dazu wird einfach das Element mit den Scherköpfen ausgeklappt.

Zusätzlich gibt es einen ausklappbaren Langhaarschneider für den Teil der Haare, der stehenbleiben soll.

Dieser Rasierer kann sowohl mit Kabel als auch kabellos verwendet werden. Nach einer Stunde Ladezeit kann man den Rasierer 50 Minuten kabellos benutzen. Dazu ist er mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet.
Eine Schnellaufladung mit 5 Minuten Dauer steht zur Verfügung – das reicht für eine Rasur, wenn es einmal schnell gehen soll. Alternativ kann man den Rasierer natürlich mit eingestecktem Kabel verwenden.

In einem Test von Stiftung Warentest in Ausgabe 05/2017 schnitt dieser Rasierer mit dem Gesamturteil Gut (2,1) ab.

Die Modelle S5672/26 und S9711/31 aus der Series 5000 bzw. Series 9000 sind ebenfalls leise Rasierer. Es handelt sich um hochpreisigere Modelle, die ebenfalls unter der Dusche und mit Rasierschaum verwendet werden können. Zudem sollen sie laut Hersteller eine hautschonendere Rasur erlauben.

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Leiser Rasierer – für Nass- und Trockenrasur


Braun 9290cc

 

Der Braun Series 9 9290cc ist ein leiser Rasierer, der sehr gute Rasurergebnisse liefert.

Der Rasierkopf enthält fünf Elemente – 4 Rasierelemente, davon 2 mit Titanbeschichtung und ein Hautschutzelement – um eine gründliche und schonende Rasur zu erreichen. Vibrationen in den Elementen sorgen dafür, dass möglichst alle Haare erfasst werden.
Das Ergebnis ist exakt und effizient – besonders für einen Elektrorasierer sehr gründlich und schnell. Das Betriebsgeräusch bleibt dabei leise und angenehm.

Dieser leise Rasierer ist zur Nass-und Trockenverwendung geeignet. Wasser, Rasierschaum oder dergleichen können also zusätzlich zur Rasur verwendet werden.

Zwecks kabelloser Verwendung ist der Rasierer mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet. Die Ladezeit des Rasierers beträgt 1 Stunde, danach kann der Rasierer 50 Minuten lang eingesetzt werden.

Die Restlaufzeit des Rasierers wird dabei auf einem Display angezeigt. Zunächst wird diese durch fünf Balken dargestellt, erst ab 9 Minuten Restzeit wechselt die Anzeige zu einer numerischen Angabe.

Zum Zubehör gehören eine Reinigungs- und Ladestation, sowie ein Reise-Etui. In der Station kann der Rasierer automatisch gereinigt werden, alternativ ist natürlich auch manuelle Reinigung möglich.

In einem Test von Stiftung Warentest in Ausgabe 05/2017 schnitt dieser Rasierer mit dem Gesamturteil Gut (1,9) ab.

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Leiser Rasierer mit 59 dB (A)


Panasonic ES-RF31

 

Leiser Rasierer von Panasonic 59 dB (A)
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Beim Panasonic ES-RF31 handelt es sich um einen weiteren leisen Vertreter seiner Gattung. Die Lautstärke beim Rasieren erreicht 59 dB (A), beim Trimmen sind es 64 dB (A).

Das Gerät ist zur Nass- und Trockenrasur geeignet. Dieser leise Rasierer verfügt über 4 Klingen mit 3 verschiedenen Typen von Scherfolien, um lange und kurze, sowie flach anliegende Haare zu entfernen. Durch den schwingbaren Rasierkopf kann der Rasierer gut an Kanten entlanggleiten und Haare an verschiedensten Stellen erwischen. Er ist handlich, wenn er auch auf den ersten Blick etwas groß und klobig wirkt.

Zur Sicherheit und um versehentliche Entladung zu vermeiden, ist der Rasierer mit einer Verriegelung für den An-und-Aus-Schalter ausgestattet.

Der Rasierkopf fällt eher breit aus, damit kann es schwierig werden Konturen zu schneiden oder den Oberlippenbereich zu rasieren.
Auch ein ausklappbarer, schmaler – vielleicht etwas zu schmaler – Haarschneider ist integriert.
Das Rasierergebnis ist gut und hautschonend, besonders nach anfänglicher Eingewöhnungszeit.

Zum Reinigen kann man den Rasierer einfach mit Wasser abspülen. Für den Rasierer ist nur Akkubetrieb vorgesehen. LEDs zeigen den Akkustand an. Es dauert 1 Stunde, um den Akku voll aufzuladen.

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Leiser Rasierer – 60 dB (A) beim Rasieren und Trimmen


Panasonic ES-SL41-S503

 

Leiser Rasierer Panasonic
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Auch beim Panasonic ES-SL41-S503 ist der Geräuschpegel niedrig – und dies sowohl beim Rasieren als auch beim Trimmen. Die Lautstärke beträgt bei beiden Verwendungsarten 60 dB (A).

Der Rasierkopf verfügt über 3 Klingen. Dabei wurden zwei verschiedene Arten von Scherfolien verwendet. Ein ausklappbarer Langhaartrimmer ist auch an diesem leisen Rasierer vorhanden. Weiterhin hat das Gerät einen schmalen, ergonomischen Griff und liegt gut und sicher in der Hand. Das Ergebnis beim Rasieren ist zufriedenstellend, geht allerdings noch besser, und wirklich schnell ist die Rasur auch nicht. Mit ein bisschen Zeiteinsatz wird die Haut aber auch relativ glatt.

Der Rasierer kann nass und trocken verwendet werden. Zum Abwaschen öffnet man die beiden Reinigungsfenster und spült mit fließendem Wasser.

Aufgeladen wird der Rasierer in einer Ladestation, ein Netzkabel oder Netzbetrieb sind nicht vorgesehen. Mit circa 8 Stunden für eine Vollaufladung dauert das Aufladen ziemlich lange. Aufladen über Nacht oder ein fester Stellplatz im Ladegerät bieten sich hier an.
Für den Ladestand gibt es keine Anzeige, weder am Rasierer, noch an der Ladestation. Man sieht also nie, wann das Gerät voll aufgeladen ist. Dementsprechend weiß man auch nicht, wann der Akku leer wird – der Rasierer hört irgendwann einfach auf zu arbeiten.

Zum Zubehör gehören unter anderem die einfache Ladestation und ein Plastikschutz für die Klingen. Die Ladestation ist nur eingeschränkt reisetauglich.
Insgesamt ist das Zubehör eher minimalistisch, sollte aber alle, die primär an einem guten Rasierergebnis interessiert sind, wenig stören.

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Leiser Rasierer mit 60 dB (A)


Panasonic ES-LT2N

 

Geräuscharmer Rasierer 60 dB (A)
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Ein leiser Vertreter seiner Gattung ist auch der Panasonic ES-LT2N.

Um sich möglichst gut den Gesichtskonturen anzupassen hat der Rasierer einen flexiblen, schwingbaren Rasierkopf. Wird hingegen eine fixe Postion präferiert, kann der Rasierkopf mit einem Riegel festgestellt werden.

Weiterhin ist der Rasierkopf relativ breit. Damit werden einerseits mit einer Bewegung mehr Haare erfasst. Andererseits ist die Verwendung etwas friemelig, wenn man kleine Hautpartien exakt bearbeiten will.

Das Gerät verfügt über einen Bartdichte-Sensor, der je nach Messung automatisch die Schwingungen der Rasierklinge anpasst. Alternativ verwendet man den Rasierer mit fester Schwingungszahl. Dies kann entsprechend eingestellt werden.

Das Betriebsgeräusch ist generell sehr leise und etwas hochfrequenter, als man es von anderen Rasierern kennt. Lediglich bei dichterem oder längerem Haar wird es aufgrund des Sensors und der angepassten Leistung lauter. Beim Rasieren beträgt der Geräuschpegel 60 dB (A) und bei Verwendung des Trimmers 63 dB (A).

Das Rasierergebnis ist zufriedenstellend, auch wenn man mehrmals über die Hautstellen fahren muss. Ein ausklappbarer Langhaartrimmer ist ebenfalls integriert.

Sowohl nass als auch trocken lässt sich der Rasierer verwenden. Ebenso kann man ihn unter fließendem Wasser abspülen.

Der Rasierer lässt sich lediglich akkubetrieben nutzen. Durch den Linearmotor schwächelt der Elektrorasierer nicht, wenn der Akku zur Neige geht, sondern arbeitet mit gleichbleibender Leistung. Die Akkuladezeit beträgt circa 1 Stunde.

Ein Ladekabel und grundlegendes Zubehör liegen bei.

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Sehr gründlicher und relativ leiser Rasierer


Panasonic ES-LV65

 

Rasierer, relativ leise und sehr gründlich
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Ein relativ leiser Rasierer ist auch der Panasonic ES-LV65. Allerdings auch nur relativ, zu den leisesten zählt er nicht. Dafür besticht er besonders durch Gründlichkeit, Hautschonung und Hochwertigkeit – und das bei annehmbarem Betriebsgeräusch. Die Lautstärke beim Rasieren beträgt dB (A), beim Trimmen sind es dB (A).

Mit seinen 5 Rasierklingen und 14.000 Schwingungen zählt der Panasonic ES-LV65 zu den bestausgerüsteten Rasieren – und das nicht nur auf dem Papier. Der Rasierer liefert sehr gründliche Rasurergebnisse.

Durch die 5 Klingen ist der Rasierkopf relativ breit. Damit werden einerseits mit einer Bewegung mehr Haare erfasst. Andererseits ist viel feinmotorik nötig, wenn man kleine Hautpartien exakt bearbeiten will.

Für die optimale Anpassung an die Gesichtskonturen verfügt der Rasierer über einen flexiblen, schwenkbaren Rasierkopf. Wenn eine feste Postion notwendig ist, kann den Rasierkopf mit einem Riegel arretiert werden.

Das Gerät verfügt über 2 Betriebsmodi, zum einen den Sensormodus und zum anderen den Normalmodus. Der Bartdichte-Sensor passt je nach Messung automatisch die Schwingungen der Rasierklinge an. Die alternative Einstellung erlaubt es wie gewohnt mit einer festen Anzahl an Schwingungen zu rasieren.

Das Betriebsgeräusch ist relativ leise und etwas hochfrequenter, als man es von anderen Rasierern kennt. Bei dichterem oder längerem Haar wird es lauter, wenn der Sensor die Leistung nach oben anpasst.

Das Rasierergebnis ist sehr gründlich, mehrmaliges über Hautpartien fahren ist dennoch nötig. Die Hautschonung ist bei diesem Rasierer hervorragend. Ein ausklappbarer Langhaartrimmer ist integriert.

Sowohl nass als auch trocken lässt sich der Rasierer verwenden. Ebenso kann man ihn unter fließendem Wasser abspülen.

Es gibt eine Verriegelung, um den On/Off-Schalter nicht versehentlich zu betätigen.

Der Rasierer lässt sich lediglich akkubetrieben nutzen. Durch den Linearmotor schwächelt der Elektrorasierer nicht, wenn der Akku zur Neige geht, sondern arbeitet mit gleichbleibender Leistung. Die Akkuladezeit beträgt circa 1 Stunde und ermöglicht circa 45 Minuten Betrieb. Der Akkustand, die Dauer der Rasur und der Rasiermodus werden auf einem Display angezeigt. Ebenso weist eine Anzeige darauf hin, wann es Zeit zum Reinigen des Rasierers und zum Auswechseln der Scherfolien und Klingen ist.

Ein Ladekabel, ein Etui und weiteres Zubehör liegen bei.

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Was man beim Kauf eines leisen Rasierers beachten sollte


 

Lautstärke

 

Dezibel-Angabe

 

Das offensichtliche Entscheidungskriterium auf der Suche nach einem leisen Rasierer wäre ein Dezibelwert. Doch bei weitem nicht alle elektrischen Rasierer sind herstellerseitig mit einer Dezibel-Angabe versehen.

Elektrorasierer mit einem Dezibelwert von unter 85 dB (A) sollten sicher für das Gehör sein. Dabei wird von der zulässigen wöchentlichen Schallbelastung ausgegangen. Sofern man einem Geräuschpegel von bis zu 85 dB (A) weniger als 40 Stunden in der Woche ausgesetzt ist, sollte dies laut den Vorgaben zur Schallbelastung nicht schädlich sein. Leise ist das aber noch lange noch nicht.

Generell werden Geräusche bis etwa 50 dB (A) noch als leise empfunden.

So naheliegend und hilfreiche eine Dezibel-Angabe wäre, muss man bei den meisten Modellen Benutzererfahrungen anderer Konsumenten berücksichtigen oder auf andere Indikatoren zurückgreifen, um einen leisen Rasierer aufzuspüren.

 

Leistung und Lautstärke

 

Da nicht jeder Elektrorasierer mit einer Dezibel-Angabe versehen ist, kann man zur Abschätzung der Lautstärke einen anderen Anhaltspunkt heranziehen. Ein guter Hinweis ist die Leistung des Elektrorasierers. Je geringer die Leistung eines Rasierers, also die Wattzahl, desto geringer ist in der Regel die Lautstärke.
Diesen Indikator sollte man zwar im Auge behalten, allerdings gibt es auch Rasierer mit hoher Leistung, die aufgrund ihrer Konstruktion und Arbeitsweise dennoch zu den leiseren gehören.

 

Einstellmöglichkeiten erlauben leiseres Rasieren

 

Vereinzelt gibt es Rasierer, die die Leistung automatisch an den Bartwuchs anpassen. Wenn der Rasierer dann nicht die ganze Zeit wahllos auf Hochtouren durchackert, wird der Geräuschpegel geringer.

Voraussetzung dafür ist, dass der Grundgeräuschpegel des Rasierers schon relativ leise ist, sonst bringt es wenig, wenn die Lautstärke durch die Leistungsanpassung noch ein wenig gesenkt wird.

Meistens wird die automatische Anpassung mit einem Sensor für die Bartdichte und einem Leistungsregler umgesetzt.

 

Sind Rotationsrasierer oder Folienrasierer leiser?

 

Im Allgemeinen sind Rotationsrasierer etwas leiser als Folienrasierer. Doch es lassen sich auch leise Folienrasierer finden. Unter den Folienrasierern finden sich aber überproportional viele Modelle, die wahre Traktoren sind.

Dies liegt zum einen daran, dass Folienrasierer bis zu 14.000 Schwingungen pro Minute produzieren, was sich im Geräuschpegel zeigt. Rotationsrasierer arbeiten mit weit weniger Rotationen pro Minute.
Der Richtungswechsel beim Oszillieren der Klingen macht es auch nicht besser.

Trotz allem sind hier vornehmlich Folienrasierer aufgeführt, da es relativ einfach ist einen leisen Rotationsrasierer zu finden. Allerdings kommen gerade mit Folienrasierern nicht wenige Männer besser zurecht.

 

Rotationsrasierer oder Folienrasierer

 

Die Entscheidung zwischen einem Rotationsrasierer oder einem Folienrasierer ist vor allem eine Typfrage – Haut- und Haartyp sind hier relevant, und daneben auch persönliche Vorlieben und Nutzungsgewohnheiten. Diese sind so individuell, dass sich die Frage nach der Art des Rasierers erst durchs Ausprobieren und Sammeln eigener Erfahrungen abschließend beantworten lässt.

Bei Folienrasierern oszillieren Klingen, zu einem Klingenblock zusammengefasst, hinter einer oder mehreren Scherfolien. Üblich sind 2-5 dieser Folien, mit unterschiedlichen Strukturen zum Erfassen von Haaren mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Rotationsrasierer verfügen über rotierende Klingen, die sich hinter einem runden Metallplättchen mit Perforierungen in Schlitz- oder Lochform befinden. Gängig sind drei runde Scherelemente. Es wird empfohlen kreisförmige Bewegungen mit dem Rasierer zu machen.

Obwohl es am Ende eine persönliche Entscheidung ist, gibt es ein paar Anhaltspunkte um den ersten (oder nächsten) elektrischen Rasierer auszuwählen. Auch Wiedereinsteiger oder potentielle Wechsler können sich daran orientieren.

Was jeweils für Folienrasierer oder Rotationsrasierer spricht:

Folienrasierer Rotationsrasierer
Rasierhäufigkeit tägliche Rasur oder mindesten alle 2 Tage unregelmäßige Rasur, auch mal länger als 2 Tage unrasiert
Rasierergebnis möglichst exakt, glatt und ebenmäßig schnell und zufriedenstellend – es muss nicht perfekt sein
Haartypen alle, besonders geeignet bei feinen Haaren alle, besonders geeignet bei dicken oder kräuseligen Haare, oder Haaren die in unterschiedliche Richtungen wachsen
Exakte Konturen
Kontrolle über den Rasierer größere Kontrolle über den Rasierer weniger fein zu steuern
Lautstärke tendenziell lauter, es lassen sich aber auch leise Modelle finden tendenziell leiser als Folienrasierer

 

Rasierergebnis

 

Das Ergebnis der Rasur ist natürlich auch beim Kauf eines leisen Rasierers ein entscheidendes Kriterium – schließlich gilt es einen Kompromiss aus Funktionalität, Lautstärke und Rasierkomfort zu finden.

Bestenfalls ist das Ergebnis der Rasur gründlich, glatt, exakt und sauber. An das Ergebnis einer klassischen Nassrasur wird wohl kein elektrischer Rasierer herankommen, manche Modelle sind aber doch ziemlich nahe dran.

Generell soll das Rasierergebnis mit Folienrasierern exakter und gründlicher sein – das hängt aber auch mit dem Haartyp zusammen. Dicke, dichte, starke oder gekräuselte Haare sind unter Umständen mit einem Rotationsrasierer besser zu bändigen.

Wenn längere Haare rasiert werden sollen, ist es auf jeden Fall empfehlenswert die Haare zuerst mit einem Trimmer zu kürzen.

 

Hautschonung – Vermeiden von Hautirritationen

 

Zum einen können elektrische Rasierer für Männer mit empfindlicher Haut allgemein die bessere Wahl sein.

Im Gegensatz zu klassischen Nassrasierern kommen die Klingen bei Elektrorasierern nicht direkt mit der Haut in Berührung, was die Wahrscheinlichkeit für Schnitte und Rasurbrand senkt.

Bei traditionellen Nassrasierern mit offenliegender Klinge wird das Haar unterhalb der Haut abgeschnitten. Bei elektrischen Rasierern hingegen befinden sich die Klingen hinter der Scherfolie oder einer Metallvorrichtung. Da kann man sich seinen Teil bezüglich der Hautschonung im Vergleich zu mechanischen Rasierern denken. Elektrische Rasierer sind auch nachsichtiger als herkömmliche Rasierer, wenn man die richtige Technik noch nicht raus hat.

Weiterhin muss man sich zwischen Folienrasierern und Rotationsrasierern entscheiden. Hier spielen sich individuelle Faktoren in den Vordergrund – die einen beobachten bei Rotationsrasierern Hautirritationen und kommen mit Folienrasierern bestens zurecht, bei den anderen ist es genau andersherum.

Besonders während der Eingewöhnungsphase kann es bei Elektrorasierern zu Hautreizungen kommen. Es wird empfohlen den Rasierer mindestens einen Monat lang zu verwenden, bevor man sein Urteil fällt – meist bessert sich nach dieser Zeit die Reaktion der Haut auf die Rasur beträchtlich. Insbesondere wenn es sich um den ersten elektrischen Rasierer handelt – und selbst wenn man die richtige Technik hat – darf man sich in der Anfangszeit nicht über Hautreaktionen wundern.

 

Klingen und Scherfolien

 

Scharfe Klingen und eine Vielzahl an unterschiedlichen Scherfolien sind vorteilhaft – einerseits um Haare möglichst exakt und sauber zu kappen, andererseits um verschieden lange und unterschiedliche ausgerichtete Haare mit wenigen Zügen zu erwischen.

Für die Schärfe der Klingen ist auch der Winkel des Schliffs entscheidend. Ein möglichst kleiner, spitzer Winkel führt zu besseren Ergebnissen.

 

Vielfalt an Scherfolien

 

Die Oberflächenstruktur der Scherfolien ist ebenfalls relevant für das Rasurergebnis.

Bei den Scherfolien gibt es verschiedenste Strukturen für die unterschiedlichsten Haartypen – Ausreißer in Länge und Wuchsrichtung, feste, sich kräuselnde Haare, eng aufliegende Haare.

Üblich sind mittlerweile 2-5 Scherfolien. Davon gibt es verschiedene Typen, von denen mehrere in Kombination an einem Rasierer verbaut sind:

Die grundlegenden Scherfolien, die an jedem Rasierer vorhanden sind, schneiden kurze Stoppeln.
Meist arbeiten sie zusammen mit Scherfolien, die dafür optimiert sind lange Haare zu erwischen und soweit zu kürzen, dass diese mit Hilfe der erstgenannten, auf kurze Haare spezialisierten Scherfolien abgeschnitten werden können.
Eine weitere Art von Scherfolien kappt die Haare für eine glatte Rasur noch ein Stück näher an der Haut als die Standardscherfolie.
Daneben gibt es Folien, deren Zweck es ist Haare anzuheben, unter anderem solche, die horizontal zur Rasierrichtung wachsen.

Abgerundete Kanten sind von Vorteil, da sie sich nicht in die Haut bohren und so zur Hautschonung beitragen.

 

Wie oft müssen Klingen und Scherfolien ausgetauscht werden?

 

Ein weiteres Entscheidungskriterium ist, wie häufig Klingenblock und Scherfolien ausgetauscht werden müssen. Die Herstellerangabe hilft hier weiter, um einen groben Richtwert zu erhalten.

Die tatsächliche Austauschhäufigkeit hängt natürlich von der Häufigkeit der Verwendung ab. Dennoch gibt es Rasierer, deren Klingen und Folien sich nicht so schnell abnutzen.

 

Folgekosten – Klingen und Scherfolien

 

Da der Austausch von Klingenblock und Scherfolien mit Folgekosten verbunden ist, ist es ratsam diesen Punkt gleich bei der Entscheidung für einen bestimmten Elektrorasierer zu beachten. Bei einigen Modellen sind die Kosten derart exorbitant, dass man sich fast einen neuen Rasierer dafür kaufen kann.

Die Aussicht darauf, dass Ersatzklingen und -folien für geraume Zeit weiter verfügbar sein werden, ist ebenfalls nicht unwichtig. Wenn mehrere Modelle des Herstellers denselben Klingenblock und dieselben Scherfolien verwenden, kann man davon ausgehen, dass diese nicht so schnell aus dem Sortiment genommen werden.

 

Nass- und Trockenverwendung möglich?

 

Die meisten neueren Rasierermodelle lassen sich sowohl nass als auch trocken verwenden. Aus Sicherheitsgründen sind diese immer Akkubetrieben, einen kabelgebundenen Rasierer für unter der Dusche wird man nicht finden.

Einen Elektrorasierer nass zu verwenden mag für manche ein Widerspruch sein, wo man doch gleich beim klassischen Nassrasierer bleiben könnte. Allerdings sind elektrische Rasierer in der Regel hautschonender und führen zu weniger Hautirritationen. Bei einer Trockenrasur wird das Ergebnis bei den wenigsten Männern perfekt glatt. Mit einer Nassrasur mit dem Elektrorasierer erreicht man bessere Ergebnisse. Rasierschaum oder Rasiercreme verbessern das Ergebnis meist noch einmal.

 

Akku- oder Netzbetrieb

 

Als erstes kann man festhalten, dass akkubetriebene Elektrorasierer sich flexibler verwenden lassen. Weder muss man sich in der Nähe einer Steckdose aufhalten, noch muss man ein Netzteil oder Ladegerät mit auf Reisen nehmen, sofern man den Rasierer vorher auflädt. Zudem vermeidet man Kabelgewirr.
Nachteile eines Elektrorasierers mit Akku können ungleichmäßige und schwächelnde Rasierleistung sein, wenn der Akku zur Neige geht. Doch aus diesem Grund gibt es Linearmotoren, die für gleichmäßigen Betrieb sorgen, bis dem Akku endgültig der Saft ausgeht. Gleichbleibende Stromversorgung und Leistung lassen sich ansonsten mit einem Rasierer mit Netzteil erreichen.
Nicht austauschbare Akkus sind ein weiterer Negativpunkt. Darauf sollte man gleich beim Kauf achten, es sei denn, man plant sowieso sich bei der nächsten Obsoleszenz eine neues Gerät zuzulegen.
Manche der akkubetriebenen Modelle lassen sich unter der Dusche verwenden, dies ist modellabhängig und bei Rasierern mit Netzbetrieb aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

 

Akkulaufzeit und Akkuladezeit

 

Die meisten aktuelleren Modelle kommen mit einer relativ kurzen Ladezeit von circa 1 Stunde aus und erlauben meist einen Betrieb von circa 40-60 Minuten. Eine Schnellaufladung ermöglicht bei vielen Modellen, den Elektrorasierer innerhalb kürzester Zeit soweit aufzuladen, dass es für eine Rasur reicht. Oft dauert diese Aufladung maximal 5 Minuten.

 

Akkulebensdauer

 

Eine möglichst lange Akkulebensdauer ist von Vorteil – wenig überraschend. Allerdings ist es schwer, dies im Vornherein festzustellen. Da hilft es nur Kundenrezensionen zu wälzen. Mit Lithium-Ionen-Akkus ist man schon einmal auf der richtigen Spur.

Es ist vielleicht kein Fehler, auf die Verfügbarkeit von Ersatzakkus zu achten.

 

Ladestation und Reinigungsstation

 

Unter den Elektrorasierern gibt es solche, die lediglich mit Netzteil oder Ladekabel auskommen und solche mit einer kleinen oder auch größeren Ladestation.

Einige Konsumenten legen Wert auf eine Ladestation, da der Rasierer dann aufgestellt werden kann und nicht wahllos in der Gegend herumliegt. Zudem hat er dadurch seinen festen Stellplatz.

Besonders unter den hochpreisigen Rasierern sind kombinierte Reinigungs- und Ladestationen verbreitet. Darin wird der Rasierer mit einer alkoholbasierten Lösung automatisch gereinigt und anschließend aufgeladen.

Durch den bewussten Verzicht auf eine Reinigungsstation kann man viel Geld sparen. Denn zur Säuberung des Geräts sind spezielle Reinigungskartuschen oder Lösungen zum Anmischen erforderlich und besonders Reinigungskartuschen gehen mit der Zeit ziemlich ins Geld. Wenn man sehr liquide ist könnte die Reinigungsstation allerdings eine Überlegung wert sein.

Reinigungsstationen sind im Übrigen häufig ziemlich laut.

 

Zubehör – Etui, Pflegematerial und weiteres

 

Beim Kauf eines Rasierer ist das Zubehör ein nachrangiger Punkt. Trotzdem kann man einen Blick drauf werfen:

Die meisten Rasierer kommen mit Zubehör – dies reicht von minimalistisch bis ausufernd und überflüssig.

Zur Aufbewahrung ist ein Behältnis nützlich: Hartschale ist hier einem einfachen Stoffbeutel oder einer Kunstledertasche vorzuziehen. Allerdings kann man sich hier leicht selbst behelfen – vielleicht hat man sogar ein Case eines alten Rasierers herumliegen.

Öl und ein Reinigungspinsel liegen vielen Rasierern bei, die über keine Reinigungsstation verfügen.

 

Langhaarschneider

 

Die Langhaarschneider vieler elektrischer Rasierer sind nur für die einfachsten Einsatzzwecke gedacht. Zudem sind sie oft zu schmal, zu ungenau oder zu klapperig verbaut.
Meist dienen sie nur als Beiwerk und sind nicht mit einem hochwertigen Einzelgerät zu vergleichen.

Wenn man wirklich einen Langhaarschneider benötigt um mehr als ein paar Konturen nachzubessern, muss man sich in der Regel wo anders umsehen.

 

Benutzerfreundlichkeit

 

Bedienbarkeit

 

Der Rasierer sollte eine einfache und intuitive Bedienung aufweisen. An diesem Punkt scheitern die wenigsten Rasierer – was auch daran liegt, dass die einzige Interaktion meist das An-und Ausschalten bleibt.
Der bei so gut wie allen Rasierern integrierte Langhaarschneider sollte sich gut ausklappen und fixieren lassen.

 

Ergonomie

 

Ein ergonomisch geformter Handgriff und sich gut den Gesichtskonturen anpassende Rasierelemente sind hier die entscheidenden Punkte. Zudem ist es hilfreich, wenn man mit dem Rasierer problemlos die Oberlippe rasieren kann. Bei zu breiten Modellen wird es unter der Nase schon einmal schwierig.

 

Gewicht und Größe

 

Ein leichter und gut in der Hand liegender Rasierer ist hier das Ziel. Geringes Gewicht und nicht allzu massive Bauart erlauben es den Rasierer auch für längere Zeit angenehm in der Hand zu halten. Zudem sollte der Rasierer gut ausbalanciert sein. Kopflastige Geräte können schwieriger zu steuern sein.

 

Verriegelung

 

Eine Verriegelung des An-/Aus-Schalters verhindert, dass der Rasierer versehentlich angeschaltet wird. Die Situation in der dies meist vorkommt, ist wenn der Rasierer im Reisegepäck landet. Ein anderer Gegenstand drückt auf den Schalter, und schon entlädt sich munter der Rasierer. Besonders ärgerlich ist das wenn man kein Ladekabel dabei hat.